Wunderwerk Hund

Wunderwerk Hund

Februar 11, 2018 1 Von ShivaWuschl

Seien wir doch mal ehrlich… Die Hunde sind einfach ein Wunderwerk. Quasi ein Meisterstück eines Künstlers. Die Mona Lisa von Da Vinci, Beethovens 5., Michelangelos Sixtinische Kapelle… Ihr schüttelt ungläubig mit dem Kopf? Na, dann passt mal auf:

Die Nase

Ausgestattet mit einer supertollen Nase schnüffelt sich der Vierbeiner durch das Leben. Je nach Rasse haben wir zwischen 125 Millionen und 220 Millionen Riechzellen (im Vergleich kommt der Mensch mit seinen grade mal 5 Millionen Riechzellen sehr lahm daher). Die Nase eignet sich hervorragend, um Fährten zu folgen, das Essen des nächsten Zweibeins einer genauen Prüfung zu unterziehen oder Nachrichten zu lesen. Ja, wir Hunde haben auch ein Facebook und da ein Geruch 1000000 mal mehr sagt, als ein Wort, sind wir eindeutig im Vorteil. Wir können Krankheiten riechen, erschnüffeln verschwundene Menschen oder Hunde und sind auch in der Lage tief verbuddelte Leichen oder teilweise noch lebende Zweibeiner im Schnee oder unter Wasser aufzuspüren. Wir sind sogar einzigartig befähigt Krebs oder Diabetes zu wittern und können auch einen veränderten Blutzuckerspiegel riechen. Ich sag doch: Wunderwerk.

Die Ohren

Es wird zwar immer gelästert, dass meine Ohren so gigantisch sind, aber dafür höre ich gut. Ich besitze nicht nur sehr auffallende Ohren, die mich unverwechselbar machen, sondern ich kann auch ausgezeichnet hören. Die tiefen Töne höre ich ähnlich wie ein Mensch, daher macht es mir auch nix aus, wenn Frauli Musik hört und da der Bass wummert. Bei den hellen Tönen bin ich aber viel, viel besser. Da höre ich Frequenzen, die Frauli nicht mal erahnen kann.

Natürlich kann ich auch viel mehr Geräusche wahrnehmen und höre sie aus größerer Ferne, aber ich kann auch ausblenden, was mich nicht interessiert. Straßenlärm ist uninteressant, also knips ich den einfach weg. Aber das Geräusch, des sich öffnenden Kühlschranks ist fest in meinem Gehör verankert und sobald ich dieses höre, beame ich mich an den Kühlschrank. Zumindest hat Frauli den Eindruck, weil ich so schnell da bin. Ich bin sogar in der Lage verschiedene gleichartige Geräusche zu unterscheiden und bin deshalb immer bestens informiert, wann Frauli heim kommt. So kann ich sie auch immer gleich angemessen begrüßen, wenn sie auftaucht.

Meine Ohren zeigen aber auch meine Stimmung an. Wenn sie hochaufgestellt sind, dann bin ich meganeugierig und fröhlich. Hab ich die Ohren ein bisschen hängen, dann bin ich zwar nicht schlecht drauf, aber doch vorsichtig. Sind die Ohren angelegt, dann empfiehlt es sich, den Rest von mir anzugucken. Hab ich einen Dackelblick dazu, bin ich unsicher, aber neutral. Hab ich aber ein unverwechselbares Grinsen im Gesicht, würde ich jetzt eher den Rückzug empfehlen. Dann sind die Ohren aber auch so weit angelegt, dass sie quasi gar nicht mehr da sind. Meistens steht aber das eine fröhlich in die Luft, während das andere sich ein bisschen Radarmäßig bewegt und die Umgebung abscannt. Ich sag doch: Wunderwerk.

Die Augen

Nicht nur, dass sie einfach wunderbar treu schauen können, nein, die Augen des Hundes sind einzigartig. Wir können in der Dämmerung super sehen, weil wir einfach ein paar zusätzliche Augenlichter anknipsen können und das einfallende Licht verstärkt wird. Während Frauli also fast in den nächsten Laternenmast rennt, sehe ich ihn schon vorher und kann – wenn ich gut drauf bin – Frauli drumrumlenken. Aber wir haben noch viel mehr drauf. Es heißt ja, dass die Augen das Tor zur Seele sind. Also dann schau mal rein und stelle fest, dass die Seele Hunger hat! Noch nie was gegessen hat und überhaupt. Jawoll ja! In dem Moment, wenn du mich anschaust, dann lege ich den Kopf etwas schief und ziehe meine Augenbrauen ein bisschen zusammen, dann tritt mir das Wasser in die Augen und ich sehe soooooo traurig und hilfsbedürftig aus, dass dein Herz schmilzt und du mir sofort alles gibst, was du hast. Wie? Das klappt nicht? Hast du kein Herz? Hmmm… Ach, ich hab vergessen, ich muss noch ein Ohr einklappen. Ich sag doch: Wunderwerk.

Die Zunge

Die hündische Zunge ist ein wahrer Künstler. Sie kann sich in sämtliche Richtungen ewig lang um die Schnauze schlängeln. Sie kann auch die pure Liebe bekunden und geradewegs ins Gesicht seines Menschen tragen. Habt ihr schon mal einen Hund trinken sehen? Die pure Ästhetik. Und saumäßig raffiniert.  Es ist nicht so, dass unsereins eine Schaufel mit der Zunge formt und so das Wasser in die Schnauze hebelt, nein nein, das wäre ja total lahm. Wir stecken die Zunge ins erfrischende Nass und ziehen sie dann ganz schnell zurück, das Wasser kommt mit und wird in der Schnauze freudig in Empfang genommen. Außerdem ist die Zunge noch eine Klimaanlage. Beim Hecheln können wir den Körper wunderbar abkühlen. Nur wenn es ganz ganz heiß ist, kommt die Klimaanlage nicht mehr ganz mit und wir brauchen Unterstützung, aber da hilft ein erfrischendes Bad in einem See, Fluss oder dem Meer wunderbar. Ich sag doch: Wunderwerk.

Die Pfoten

Die Pfoten sind ja an sich schon großartig. Sie tragen mich überall hin und das auch noch superleise. Ich habe nämlich perfekt austarierte Flüsterpfoten. Da kommt kein Trampler, kein Fehltritt. Einfach perfekt. Wenn die Krallen etwas lang sind, dann klingt es zwar, als würde ich mit Kastagnetten unter den Pfoten laufen, aber irgendwas ist ja immer. Wenn die Begeisterung sehr groß und der Boden glatt ist, dann kann es auch mal vorkommen, dass die Pfoten unterschiedliche Richtungen anstreben, aber das es mich dann auf den Bauch pflatscht passiert sehr selten. Meisten kann ich mich abfangen und bin dann besonders eifrig, um das zu überspielen, dass ich grade recht unelegant um die Ecke gesurft kam. Meine Pfoten sind wahre Meister der Beschleunigung. Ich habe auch eine spezielle Technik mich auf weichen Böden sehr sehr schnell fortzubewegen. Ich kann nämlich meine Krallen ein bisschen ausfahren und kralle mich dann in den Untergrund, um mich besonders gut abzustoßen. So bin ich wirklich richtig richtig schnell. So schnell ist kein Mensch und wenn ich richtig Gas gebe, kann ich so ziemlich alles abhängen. Ich sag doch: Wunderwerk.

Die Rute

Mein Stimmungsbarometer. Bin ich aufgeregt, wedelt das Teil hinten. Das kann hoch erhoben fast kreiselnd sein, dann freu ich mich. Wedelt der halbe Hund mit, freu ich mich sehr. Wedle ich nur verhalten und sehr flach, bin ich zwar aufgeregt, aber auch gestresst. Muss nicht positiv, aber auch nicht zwingend negativ sein. Einfach vorsichtig. Bin ich unsicher dann zieh ich meine Rute ein, mal nur ein bisschen, so dass sie knapp zwischen den Hinterpfoten hängt, habe ich Angst oder Panik, dann trage ich meine Rute als Krawatte. Bin ich fröhlich, dann hebe ich meine Rute an. Sie muss nicht zwingend nach oben stehen wie beim Beagle, der sie ja immer wie eine Antenne hochhält. Aber sie ist erhoben und zeigt, dass ich gut gelaunt bin. Im Ruhemodus, wenn ich die Landschaft scanne oder grade vor mich hin träume, dann hängt sie entspannt runter und oft bewegt sich die Spitze leicht. Beim Rennen brauche ich sie auch und zwar als Gleichgewichtssensor, wenn ich nämlich so um die Kurven fetze, dann muss sie die Kurvenlage ausgleichen und wird entsprechend unter Anspannung gestreckt und gedreht. Ich sag doch: Wunderwerk.

Das Fell

Das Hundefell ist sowieso perfekt gelungen. Jeder hat sein eigenes unverwechselbares. Die Struktur ist einfach super durchdacht. Das einzige Problem ist, dass wir manchmal in der falschen Klimazone leben, aber auch damit arrangieren wir uns perfekt. Dann wird einfach dementsprechend mehr Fell abgeschmissen (z.B. ein Husky im Sommer) oder wir produzieren mehr Fell im Winter und wärmen uns an unseren Zweibeinern auf. Ja, manchmal ist es nötig, dass wir mit Mäntelchen etc. ausstaffiert werden. Aber bitte sportlich elegant und zur Gesamterscheinung passend und nicht mit Rüschchen und Schleifchen als wandelnder Dekoartikel. Achso, das Fell ist super, weil es nämlich alles mit macht. Im Sommer speichert es die Feuchtigkeit und gibt sie langsam ab, so dass wir uns herrlich abkühlen können. Im Winter können wir uns den kalten Schnee vom Pelz halten und Wärme speichern. Wunderbar. Außerdem kleidet es uns perfekt. Mal peppen wir es ja mit etwas Naturelementen auf, also Sand, Erde, Hinterlassenschaften, Zweigen, Blättern etc.. Ganz elegant ist die Kombination aus allem, garniert mit einer schönen Duftnote. Hach… leider wird so eine Komposition oft von Frauli und ihrem mangelnden Gespür für wahre Schönheit durch eine schnöde Dusche zerstört, aber sonst…. perfekt! Ich sag doch: Wunderwerk.

Der Hundekörper

Der gesamte Körper ist ein Ausdruck totaler Eleganz und Anmut. Beim lockeren Trab schwingt das Fell sanft im Wind, die Pfoten werden akkurat und elegant gesetzt, der Kopf ist erhoben und der stolze Gang zeigt die majestätische Gestalt eines wahren Meisterwerks. Wir sind in der Lage die tollsten Kunststücke zu vollbringen und sehen dabei immer super aus. Nicht ein Fehltritt, nicht ein komischer Blick oder eine ungeschickte Bewegung. Nein, niemals! Wir sind einfach die Meister der Eleganz und des Anmuts. Alleine beim Anblick eines witternden Hundes könnten die Zweibeiner in wahre Verzückung ausbrechen. Naja, könnte auch manchmal die Panik sein, dass die hervorragende Nase was riecht, die fantastischen Ohren was hören oder die scharfen Augen was erblicken, aber trotzdem… Ich sag doch: Wunderwerk.

Ganz selbstverliebte flauschige Umpfötelung

Shiva Wuschelmädchen

Die Fotos wurden mir freundlicherweise von Mitgliedern der Gruppe miDoggy zur Verfügung gestellt. Nachfolgende Auflistung ist ohne Wertung in der Reihenfolge, aber mit der deutlichen Empfehlung doch mal bei allen vorbeizuschauen.

Bonjo Landseer

Der fantastische Bud

Wohlstandshunde

Rocky the Rocket

Pudelausleidenschaft

Sky the Aussie

Indianermädchen & Wildfang

Beloved Brandy

Hundsgemeine Literatur

Pfotenschwester

Vawidoo

Xoxokleinerhund

Iwasawriteronce

Anton von Plüschke

Wohlfühlhunde

Lieblingsviech

Loki the Border

Undercover Labrador

Micky und so…

Mein Leben auf Vierpfoten

Dogfaible

Ella, die Rettungshundestaffel und andere Abenteuer

Sollte ich jemanden vergessen haben, ist das keine böse Absicht und wird auch sofort korrigiert.

*Vorsicht, dieser Beitrag enthält eine Prise Ironie und keine wissenschaftlichen Erkenntnisse*