Shiva quasselt

Der Corona-Sommer

Jetzt isser rum, der Sommer… Eigentlich war der Sommer voll nach meinem Geschmack. Nicht zu heiß, aber toll zum Schwimmen und Frauli hat die Gelegenheit genutzt und wir beide waren echt oft Schwimmen. Fast immer am Seechen, ganz selten mal woanders. Aber es war einfach toll.

Das Seechen

Das Seechen ist ein Feuerwehrteich in etwa 4-5 Kilometern Entfernung. Zum Hinlaufen ist es blöd, weil der einzige Weg an einer vielbefahrenen Straße vorbei führt. Aber mit dem Auto sind wir in ein paar Minuten da und dort können wir auch im Wald eine Runde drehen. Davor und danach hab ich mich immer im Seechen erfrischen können.  Von mir aus hätten wir auch gar nicht in den Wald müssen, aber Frauli hat auf die Runde bestanden. Sie meinte, das tut uns beiden gut. Ich weiß nicht, was sie meint. Manchmal lag da ein Mann hinter den Büschen in der Sonne und hat gebrutzelt, aber der hat uns nicht groß gestört.

Im Seechen wohnt eine Bisamratte, aber die habe ich nur zweimal gesehen. Meistens hat sie sich versteckt. Wahrscheinlich mochte sie mich nicht, weil ich immer in ihrem See geschwommen bin. Aber den Pfotenspuren nach zu urteilen, war ich nicht der einzige Hund, der dort die Erfrischung gesucht hat. Da waren nämlich echt viele Spuren und hin und wieder auch ein Haufen. Das fand ich jetzt blöd, den hätte man ja wegräumen können. Ich scheiß doch auch nicht an den Strand. Tsss….

Der Gruselwald

In den Wald bin ich nicht so gerne. Also eigentlich schon, aber einen bestimmten Weg nicht. Frauli hat mich aber immer überredet oder manchmal überlistet, dass wir da langgelaufen sind. Sie riecht das ja nicht, aber da waren ganz gruselige Tiergerüche. Ich bin mir ganz sicher, dass da mindestens ein Waschbär und ein Dachs gewohnt haben. Außerdem gab es einen Biberbau und da wollte ich gleich gar nicht lang. Biber sind total gefährlich und fressen kleine Hunde, nachdem sie sie ertränkt haben. *grusel*

Frauli fand ihn aber schön, weil er so abwechslungsreich ist. Nicht so düster und manchmal richtig schöne Seitenwege. Alles nur Tarnung! Die sind voll gefährlich, da riecht es total nach großem Tier. Manchmal hab ich sie auch gesehen. Braun und groß und mit Hörnern. Die hatten ganz spitze Beine, damit hätten sie mich bestimmt totstechen können. Und wenn ich weggerannt bin, hat Frauli gelacht und gesagt, dass ich ein Schisser bin. (Anmerkung Frauli: Es waren Rehe und Shiva ist tatsächlich geflüchtet, aber im Wald ist sie an der Schleppleine und kam deshalb nicht weit.)

Die Hochebene

Hier sind wir am Liebsten, aber im Sommer ist es oft zu warm, da eigentlich Sonne pur ist. Es gibt aber auch ein paar nette Graswege am Waldrand und dort kann ich wunderbar flitzen und mich im immer feuchten Gras wälzen. Frauli verbringt dort oben sehr viel Zeit mit mir, weil die Aussicht toll ist und wir einfach so richtig unter uns sind. Was sie manchmal ein bisschen nervt ist die Tatsache, dass ich gerne ins Glotzen komm… Wenn auf unserer Wiese ein anderer Hund auftaucht, dann muss ich ich doch schließlich gucken. Sie findet das blöd, weil sie meint, dass der ja schließlich weit weg ist, aber ich bin der Meinung, dass gucken nicht schadet.

Jetzt im Herbst bin ich eigentlich nur noch auf den Hochebenen Gassi. Wir haben da verschiedene Runden und ein paar Lieblingsrunden. Ich bin da wahnsinnig gerne und Frauli ist da auch echt gerne mit mir unterwegs. Manchmal überlegt sie zwar, ob es nicht langweilig ist, wenn wir immer die gleichen Strecken laufen, aber mir macht das nichts aus und ich genieße das Bekannte.  Wenn da mal irgendwas auf der Wiese steht, was neu ist, fällt es mir sofort auf und ich muss es überprüfen. So entgeht mir nix und ich fühl mich bedeutend sicherer.

Wie ist das bei euch? Lieber bekannte Gassiwege oder immer was neues?

Flauschige Umpfötelung

Shiva Wuschelmädchen

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