Turniere

Freunde, Verwandte und Rally Obedience

Am Wochenende war es soweit: Das Pilotprojekt Landesmeisterschaften im Rally Obedience vom Landesverband Baden-Württemberg und wir mittendrin. Doch echt! Frauli hat kurzerhand gemeldet und prompt sind wir auch gestartet. Leider sind wir erst nach Ablauf des Qualifikationszeitraums überhaupt auf Rally Obedience Turnieren gestartet – also dieses Jahr und so sind wir nur im offenen Turnier angetreten. Aber das Wochenende hatte noch ganz andere Sachen auf dem Programm.

Schwimmfreuden und ausgiebiges kuscheln

Am Freitag waren Frauli und ich mit Espe und ihrem Frauchen unterwegs. Wir haben eine tolle Runde gedreht und ich habe ordentlich getobt und war natürlich auch schwimmen, auch wenn es eigentlich recht frisch war. Aber das hätte ich ja niemals zugegeben. Frauli hat mir einfach meinen Bademantel (den warmen mit Fleece) angezogen und so hatte ich es kuschlig warm im Auto. Frauli meint, dass dieser Mantel jeden Cent wert war. Beim letzten Schwimmausflug hab ich mich ja erkältet und so war ich wunderbar kuschelwarm eingepackt und hab nicht gefroren.

Espe hat immer ein bisschen Galama mit ihrer Blase und sollte auch nicht ins Wasser. Sie hat aber leider keinen so einen tollen Bademantel, dafür aber einen wunderbaren Pulli, den sie hinterher angezogen hat, damit sie nicht friert. Aber davor wurde so viel gerannt und getobt, dass Frauli und Espes Frauchen nur immer einen verschwommenen Streifen in dunkelbraun und hellbraun vorbeiflitzen gesehen haben. Wir können nämlich beide ordentlich Gas geben, wegen dem hohen Windhundanteil.

Außerdem haben wir auch eine alte römische Badeanstalt entdeckt und die natürlich erkundet. Wir sind auch einmal drumrum gelaufen und haben fleißig Fotos gemacht. Rein wollten wir eigentlich auch gerne, aber die Betreiber sind der Meinung, dass Hunde es nicht nötig haben, sich in öffentlichen Badeanstalten umzusehen oder zu baden. Wir sind reinlich genug. Also gibt es nur Fotos von außen. Aber irgendwie war es schon toll.

Verwandte zu Besuch

Am Samstag kam Fraulis Cousine Nici zu Besuch. Eigentlich ist Nici für Frauli eher eine Schwester und die beiden sind sich sehr nah. So war natürlich Fraulis Freude extragroß, vor allem nachdem der eigentlich für Samstag geplante Start im Rally Obedience erst am Sonntag war. So konnten wir den ganzen Tag zusammen verbringen und haben einen schönen Ausflug gemacht und uns wunderbar zusammen unterhalten und amüsiert. Ich durfte meinem Ball hinterherjagen (einen haben wir leider verloren) und mich in der Wiese wälzen.

Aber auf der großen Wiese waren die grusligen Leute mit den großen Flügeln (Anmerkung Frauli: Paraglider). Die lassen sich mit einem Seil, das ganz komisch sirrt hochziehen und dann fällt ein kleiner roter Schirm runter und der flattert auch.  Frauli und ihre Cousine haben denen eine Weile zugeschaut und fanden das interessant. Ich hab mich dann unter Frauli gelegt und das von unten angeguckt. Das war sicherer.

Ich muss mal was anprangern. Zuerst wurde gegrillt und ich habe nichts abbekommen!! Dann wurde Kuchen geschlemmt und ich habe nichts abbekommen!! Am Abend sind alle zusammengesessen und haben gekniffelt und nebenher gefuttert und ich habe nichts abbekommen!! Omafrauli hat dann Chickensticks für mich geholt und Frauli sagt doch nach ein paar Sticks (Anmerkung Frauli: es war die halbe Tüte!), dass ich nichts mehr bekommen soll. Menno!

Rally Obedience – Probier’s mal mit Gemütlichkeit

Am Sonntag morgen ging es schon früh los. Frauli und ich sind nach Singen gefahren, weil wir da ja starten wollten. Nach dem letzten unschönen Erlebnis mit dem Zelt wollte Frauli kein Risiko eingehen und hat mir das Auto gemütlich eingerichtet. Ich bin damit ganz zufrieden. Da kommt keiner an mich ran und belästigt mich. Wir haben auch so eine Folie, die Frauli übers Auto legt und dann wird es trotz Sonne echt nicht warm im Auto. Es bleibt wunderbar kühl. Positiver Nebeneffekt: Unser Auto ist recht klein und weil die Folie sehr weit übers Auto hängt, kann auch keiner so wirklich reingucken und mir auf den Keks gehen. Ist das nicht toll?

Übrigens, ich liebe es, wenn die Hundeplätze direkt an einem Fluss liegen. Da kann ich mich so herrlich in die Fluten stürzen. Natürlich war ich gleich mehrfach im Wasser und habe nach Herzenslust geplanscht und fleißig apportiert. Die Strömung war recht stark, also durfte ich nicht weit rein, *menno* aber Frauli konnte meinem Blick nicht widerstehen und hat mich richtig viel im Wasser toben lassen. Schließlich musste ich in den Pausen beschäftigt werden.

Der Parcours war echt knackig schwer und Frauli hat beim Abgehen schon ein paar Mal gedacht, dass das nicht grade einfach wird. Bis auf Kleinigkeiten haben wir alles tadellos hingekriegt, aber ich war etwas schüchtern und Frauli musste locken und mich immer wieder auffordern etwas schneller zu Pfote zu sein. Nunja… eigentlich waren wir echt gut und haben sogar den zweiten Platz (im offenen Turnier) gemacht, aber leider kamen wir über die Zeit und haben deshalb in unserer Leistungsurkunde was blödes stehen. *hmpf* Trotzdem war Frauli megastolz auf mich. Sie hatte ja Angst, dass ich gar nicht laufe, wegen dem Vorfall vor zwei Wochen.

Die Richterin hat unseren Lauf mit den Worten „was für ein behutsamer und liebevoller Lauf“ kommentiert und war ehrlich traurig, dass sie uns keine Punkte geben durfte, weil wir die Zeit überschritten hatten. Naja, in zwei Wochen starten wir schon wieder, da bekommen wir die nächste Chance. Frauli hat gemeint, dass wir jetzt einfach öfter starten müssen, damit sie Routine bekommt und ich mich dran gewöhne und die Angst verliere. Wir sind zuversichtlich, dass wir das hinkriegen, schließlich haben wir andere Dinge auch schon geschafft.

 

Flauschige Umpfötelung

Shiva Wuschelmädchen

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